Ratenkredit

Ratenkredite sind der Klassiker unter den Verbraucherdarlehen. Sie bieten ein Höchstmaß an Sicherheit und Transparenz. Der gewünschte Kreditbetrag wird einmalig ausbezahlt und dann in gleich hohen monatlichen Raten getilgt. Allenfalls die Schlussrate kann geringfügig höher oder niedriger ausfallen.

Auf dem deutschen Markt finden sich zahlreiche Ratenkredite von vielen verschiedenen Banken. Die meisten sehen eine Laufzeit von 12 bis zu 96 Monaten vor. Die kleinsten möglichen Kreditbeträge liegen bei etwa 500 bis 1.000 Euro und maximal können 70.000 Euro finanziert werden. Ein bestimmter Verwendungszweck wird dabei so gut wie nie vorgegeben. Ratenkredite können zur Umschuldung des Girokontos bei der Hausbank ebenso genutzt werden wie zur Finanzierung einer Urlaubsreise oder der Anschaffung einer Heimkino-Anlage.

Ratenkredit: Zinsen meist von der Bonität abhängig

Der Zinssatz eines Ratenkredits steht bei Abschluss des Darlehensvertrages für die gesamte Laufzeit fest und ändert sich nicht. Wie hoch der Zinssatz ausfällt, richtet sich jedoch nach verschiedenen Kriterien. Dazu gehören neben dem allgemeinen Zinsniveau die Laufzeit, die Bonität des Kreditnehmers und die Preispolitik der Bank. Darüber hinaus können zusätzliche Kosten durch eine Restschuldversicherung anfallen.

Das allgemeine Zinsniveau verändert sich im Zeitverlauf – es kann steigen oder fallen. Dementsprechend ändern sich auch die Angebote der Banken. Verbraucher haben allerdings keinerlei Einfluss auf das allgemeine Zinsniveau. Bei größeren Finanzierungen, die sich bei Bedarf zeitlich verschieben lassen, kann es jedoch sinnvoll sein, das aktuelle Zinsniveau mit dem früherer Zeiten zu vergleichen.

Die individuelle Bonität eines Kreditnehmers ist bei immer mehr Banken ausschlaggebend für den Zinssatz von Ratenkrediten. Hier gilt: Je besser die Kreditwürdigkeit, desto günstiger wird der Kredit. Die Bonität wird an verschiedenen Größen gemessen. Dazu zählen etwa das Einkommen und der Beruf sowie die Zahlungshistorie eines Verbrauchers. Nicht alle Banken jedoch machen den Kreditzins abhängig von der Bonität: es finden sich auch Festpreiskredite, deren Zinsen für alle Kunden, die das Darlehen genehmigt bekommen, gleich hoch sind.

Die Laufzeit eines Ratenkredits ist ebenfalls von Bedeutung für die Kosten: Je länger sich Kreditnehmer mit der Rückzahlung Zeit lassen, desto höher fällt der jährliche Zinssatz aus.

Ratenkredit-Vergleich spart Kosten

Ein weiterer wichtiger Punkt bei den Kosten eines Ratenkredits ist eine so genannte Restschuldversicherung. Diese zahlt dann die fälligen Raten, wenn der Kreditnehmer unfreiwillig arbeitslos oder arbeitsunfähig wird oder verstirbt.

Restschuldversicherungen sind immer optional und müssen keineswegs abgeschlossen werden. Wer sich für den zusätzlichen Versicherungsschutz entscheidet, muss allerdings mit Kosten rechnen, die sich in etwa auf die gesamten Finanzierungskosten (also die über die gesamte Laufzeit hinweg anfallenden Zinsen) belaufen.

Die Kosten von Ratenkrediten unterscheiden sich darüber hinaus zwischen den einzelnen Banken- und zwar in ganz beträchtlichem Umfang. Verbraucher sollten deshalb stets die Konditionen verschiedener Kreditinstitute miteinander vergleichen. Das ist auf zahlreichen Internetportalen, die sich explizit dem Thema Ratenkredit-Vergleich widmen, kostenfrei möglich. Meist sind die Zinsen bei teuren Banken doppelt so hoch wie die bei günstigen Banken. Je nach Kreditbetrag und Laufzeit lassen sich mit einem Ratenkredit-Vergleich so einige hundert bis tausend Euro sparen.